Er wurde wahrscheinlich am 16. Dezember 1770 in Bonn geboren, wo er in der Remigiuskirche am 17. getauft wurde.
Schon in jungen Jahren wurde er von seinem Vater am Klavier unterrichtet.
Sein Vater war fasziniert von dem Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart und wollte auch Ludwig zu einem Wunderkind machen.
Seinen ersten Auftritt hatte er bereits 1778 bei einem Kölner Akademiekonzert. Mit 11 Jahren verließ er bereits auf Wunsch des Vaters die Schule.
Im Jahre 1782 nahm er dann Unterricht bei Christian Gottlob Neefe, der auch Beethovens
erste Werke veröffentlichte. Außerdem wurde er in dieser Zeit zweiter Hoforganist in Bonn.
Seine erste Studienreise unternahm er 1787 nach Wien, um bei Wolfgang Amadeus Mozart zu studieren. Noch im selben Jahr erkrankte seine Mutter, worauf er das Studium abbrach um zu ihr zu fahren.
Doch sie starb kurz nach seiner Ankunft.
1789 begann er ein Studium an der Universität in Bonn.
Er kehrte 1792 wieder nach Wien zurück um das Studium weiterzuführen. Nach Mozarts Tod, war diesmal Joseph Haydn sein Lehrer.
1794 drangen die Franzosen in das Kurfürstentum ein, wodurch es unterging und Beethovens Stelle als zweiter Hoforganist nicht mehr existierte.
Darum kehrte er nicht wieder zurück. Im selben Jahr verstarb auch sein Vater.
Ein Jahr später gab er sein erstes Konzert als Komponist. Seine Kammermusik wurde damals als vollkommen neuartig bezeichnet.
Ludwig van Beethoven galt als Meister der Improvisation.
Angeblich soll er ein komplettes C-Dur Konzert in Cis-Dur gespielt haben, nur weil der Flügel um einen Halben Ton verstimmt war.
Etwa im Jahre 1798 begannen seine Gehörleiden. Dennoch führte er 1800 seine erste Symphonie ur auf.
Im Jahre 1802 unternahm er eine Kur und schrieb seine 2. Symphonie, 1804 komponierte er die 3. Symphonie ("Eroica"), die 5. und 6. Symphonie wurde 1808 uraufgeführt und 1812 komponierte er seine 7. Symphonie.
Völlig Taub wurde er im Jahr 1819. Bis dahin litt er nur an Hörstörungen und quälenden Geräuschen. Dennoch konnte er die Arbeit an seiner 9. Symphonie beenden, die im Jahre 1824 uraufgeführt wurde.
1825 begann er noch die Arbeit an seiner 10. Symphonie, konnte sie jedoch nie beenden.
Er starb am 26. März 1827 in Wien. Seine Beerdigung fand am 29. März 1827 auf dem Währinger Friedhof statt.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde seine Leiche exhumiert und auf den Wiener Zentralfriedhof verlegt.
Werke:
> Eine Oper ("Fidelio")
> 7 Konzerte
> 32 Klaviersonaten (unter anderem Pathétique und Appassionata)
> 16 Streichquartette
> Kammermusik und Lieder
> 9 Symphonien (10. nie vollendet)
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